Ich möchte heute ein anderes Thema behandeln und zwar die Beziehung zwischen der früheren Bildung der Frauen und Mädchenmangas. Es ist bekannt, dass Frauen früher nicht so gebildet worden sind wie Männer. In Japan hat seit dem 8. Jahrhundert die folgende Regel gegolten: Frauen können in Grundschulen lernen aber in Hochschlen außer einigen Ausnahmen nicht - Diese Ausnahmen sind Ärztinnen in ,,典薬寮'' (Ten-yaku-ryo, Die medizinische Hochschule zur Pflege der Aristkraten) und Musiker in ,,雅楽寮'' (Uta-ryo, Die musikalische Hochschule zur Ausbildung der offizielen Musiker). Im 14. und 15. Jahrhundert haben Japaner begonnen, ,,寺子屋'' (Tera-koya, Private Schule) zu bergünden und im früheren 19. Jahrhundert haben fast 70 % von Mädchen in diesen privaten Schulen Lesen, Schreiben und Rechnen gelernt. Jedoch ist es für damalige Frauen unmöglich gewesen, nach dem Abschluss der Grundschulen Hochschulen zu besuchen.
Nach der Meiji-Restauration im Jahr 1868 ist das Schulsystem in Japan rasand europäisiert worden und haben die früheren privaten Schulen ihre Rolle verloren. Im Jahr 1872 sind Frauengrundschulen, 1874 Lehrerinbildungsschulen und dann 1890 Lehrerinbildunshochschulen (heute: Ocha-no-mizu-Universität) begründet worden, und 1913 sind drei Frauen endlich zum Studium bei der Tohoku-Universität zugelassen worden. Aber hat die Geschichte mit Mädchenmangas etwas zu tun? Im Jahr 1923 ist ,,少女倶楽部'' gegründet worden und das Ziel der Zeitschrift ist es gewesen, zur Frauensbildung an Hochschulen beizutragen. Die Zeitschrift hat nicht nur Romanen oder wissenschaftliche Artikel sondern auch Mangas, z.B. im jahr 1935 ,,どりちゃんバンザイ'' von ,,倉金章介'' (Syosuke KURAKANE, 1914-1973). Kurz gesagt hat man damals erwartet, dass Mädchenmangas zur Bildung der Frauen beitragen sollten, die an Frauenhochschulen gelernt haben und besser gebildet als normale Frauen oder sogar Männer gewesen sint, obwohl es ein bisschen unglaublich ist, wenn man heute über diese Idee nachdenkt.
IZUMO